Was ist der Zweck von Fluchtweg-Klebebändern?
Fluchtweg-Klebebänder sind nachleuchtende Markierungssysteme, die Lichtenergie aufnehmen und im Dunkeln sichtbar abgeben. Sie unterstützen die Orientierung bei:
- Stromausfall oder Ausfall der Sicherheitsbeleuchtung
- Rauchentwicklung in Fluren oder Treppenbereichen
- unzureichender Ausleuchtung in großen Gebäudekomplexen
Durch ihre Positionierung entlang von Wänden, Sockelleisten, Treppen oder Handläufen entsteht eine visuelle Leitlinie, die Personen im Ernstfall sicher zum Ausgang führt. Die Produkte sind sowohl zur Erstkennzeichnung als auch zur Nachrüstung geeignet, beispielsweise bei Modernisierung bestehender Gebäudestrukturen.
Welche Unterschiede bestehen zwischen den verfügbaren Produktvarianten?
Fluchtweg-Klebeband, langnachleuchtend (Standard)
Diese Variante ist für klassische Kennzeichnungszwecke konzipiert.
- Material: PVC-Grundfolie mit nachleuchtender Beschichtung
- Rollenlänge: 10 m
- Breiten: 25 mm und 50 mm
- Funktion: visuelle Orientierung bei Dunkelheit
- Einsatzbereiche: Flure, Treppenhäuser, Türbereiche, Wand- und Bodenmarkierungen
Das Band erzeugt eine klare, gut erkennbare Führungslinie. Es eignet sich für Bereiche mit üblichem Fußverkehr, in denen keine zusätzliche Rutschhemmung erforderlich ist. Aufgrund der selbstklebenden Ausführung lässt es sich schnell montieren, ohne dass bauliche Eingriffe notwendig sind.
Fluchtweg-Klebeband Antirutschbelag, langnachleuchtend
Diese Ausführung kombiniert Orientierung mit Oberflächensicherheit.
- Material: PVC-Träger mit eingearbeiteter Aluminiumoxid-Körnung
- Rutschhemmung: R13 (für hohe Anforderungen)
- Rollenlänge: 18,3 m
- Breiten: 25 mm, 50 mm, 100 mm
- Funktion: nachleuchtende Kennzeichnung + rutschhemmende Oberfläche
- Einsatzbereiche: Rampen, Stufen, glatte Böden, Übergänge mit Feuchtigkeit oder erhöhtem Verkehrsaufkommen
Durch die griffige Oberfläche entsteht zusätzlicher Halt – ein Vorteil in industriellen Bereichen, Lagerzonen oder Eingangsbereichen, in denen Rutschgefahr nicht ausgeschlossen werden kann.
Auf welchen Oberflächen können die Produkte verarbeitet werden?
Fluchtweg-Klebebänder eignen sich für feste, glatte und saubere Untergründe:
- Beton- und Estrichflächen
- beschichtete Industrieböden
- Stein- und Fliesenflächen
- glatte Wandoberflächen
Für eine optimale Haftung sollte der Untergrund:
- trocken, staub- und fettfrei sein
- nicht porös oder stark strukturiert sein
- bei Bedarf mit Haftvermittler vorbereitet werden
Bei Antirutsch-Varianten empfiehlt sich zusätzliches Anwalzen, um eine dauerhafte Verbindung sicherzustellen.
Welche Vorteile bieten langnachleuchtende Markierungen im Vergleich zu herkömmlicher Kennzeichnung?
Langnachleuchtende Fluchtweg-Klebebänder bieten mehrere sicherheitsrelevante Vorteile:
Funktionsfähig ohne Stromquelle – sie bleiben sichtbar, auch wenn keine Beleuchtung verfügbar ist
Keine laufenden Energiekosten – die Leuchtkraft entsteht allein durch vorherige Lichteinwirkung
Schnelle Erfassbarkeit – bodennahe Kennzeichnung bleibt auch bei Rauchschichten wahrnehmbar
Effiziente Nachrüstung – besonders geeignet für Gebäude ohne ausreichende Sicherheitsbeleuchtung
Damit stellen sie eine sinnvolle Ergänzung zu Rettungszeichenleuchten und Sicherheitsbeleuchtungssystemen dar.
Welche normativen Aspekte sind relevant?
Bei der Markierung von Fluchtwegen sind folgende Anforderungen maßgeblich:
- Technische Regeln für Arbeitsstätten (z. B. ASR A1.5 / 1,2 und ASR A1.3 und ASR A2.3)
- Vorgaben zur Leuchtdichte und Nachleuchtzeit für photolumineszierende Produkte
- Rutschhemmklassen nach Bewertungsgruppen, z. B. R13 für hohe Belastungsanforderungen
Die Auswahl des geeigneten Produktes sollte sich an der Nutzung des Gebäudebereichs und an den jeweiligen Sicherheitsanforderungen orientieren.
Welche Variante eignet sich für welchen Einsatzbereich?
- Standard-Variante:
geeignet für trockene Innenbereiche wie Flure, Büroräume, Technikräume und Treppenhäuser
- Antirutsch-Variante:
empfehlenswert bei rutschgefährdeten Flächen, beispielsweise in Lager-, Produktions- oder Ladezonen sowie in Eingangsbereichen
- Breitenempfehlung:
25 mm für Orientierungslinien an Wänden oder Geländern
50 mm oder 100 mm für Bodenmarkierungen und erhöhte Sichtweite
So lässt sich die Kennzeichnung an bauliche Gegebenheiten und Verkehrsbelastung anpassen.
Fluchtweg-Klebebänder bieten eine zuverlässige Möglichkeit, Flucht- und Rettungswege sichtbar zu machen und im Bedarfsfall zusätzliche Sicherheit zu schaffen. Sie lassen sich flexibel einsetzen, unkompliziert nachrüsten und je nach Variante sowohl zur optischen Orientierung als auch zur Rutschprävention nutzen. Durch unterschiedliche Breiten, Materialeigenschaften und Leistungsstufen steht für jede Anforderung eine passende Lösung zur Verfügung.
Welche weiteren Fragen treten häufig auf?
Auf welchen Untergründen haften Fluchtweg-Klebebänder zuverlässig?
Fluchtweg-Klebebänder eignen sich für glatte, feste und saubere Oberflächen wie Beton, beschichtete Industrieböden, Stein oder glatte Wandflächen. Der Untergrund sollte trocken sowie frei von Staub und Fett sein. Bei sehr glatten oder anspruchsvollen Flächen kann ein Haftvermittler erforderlich sein, insbesondere bei Antirutsch-Varianten.
Wie lange leuchten die Markierungen nach?
Die Nachleuchtdauer hängt von der zuvor aufgenommenen Lichtmenge ab. Je länger und intensiver das Material belichtet wurde, desto länger bleibt es im Dunkeln sichtbar. Der Effekt entsteht ohne Stromversorgung und ist besonders relevant bei Stromausfall oder verrauchten Bereichen.
Welche Vorschriften spielen bei der Auswahl eine Rolle?
Für Flucht- und Rettungswegkennzeichnungen gelten unter anderem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (z. B. ASR A1.5 / 1,2 und ASR A1.3 und ASR A2.3). Photolumineszierende Produkte orientieren sich an Anforderungen zu Leuchtdichte und Nachleuchtzeit. Bei Antirutsch-Produkten geben Rutschhemmungsklassen wie R13 Hinweise auf die Eignung für stärker belastete Bereiche.
Welche Variante ist für welchen Einsatzbereich geeignet?
Die Standard-Ausführung ist für trockene Innenbereiche ohne erhöhtes Rutschrisiko vorgesehen, beispielsweise Flure und Treppenhäuser. Die Antirutsch-Variante empfiehlt sich bei glatten oder feuchten Oberflächen sowie höherem Verkehrsaufkommen, etwa in Lager- oder Ladezonen. Breitere Bänder erhöhen die Sichtbarkeit und eignen sich für Bodenmarkierungen.
Wie erfolgt die Montage?
Die Montage erfolgt auf sauberem und trockenem Untergrund. Das Band wird zugeschnitten, aufgeklebt und fest angedrückt. Bei rutschhemmenden Varianten ist ein gleichmäßiges Anwalzen sinnvoll. Eine ausreichende Aushärtezeit vor Belastung sollte berücksichtigt werden.